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Kirchenjahr

Advent (lat. ‹adventus›, Ankunft)

Advent bezeichnet die Jahreszeit, in der die Christenheit sich auf das Hochfest der Geburt von Jesus von Nazareth, Weihnachten am 25. Dezember, vorbereitet. Die Christen gedenken der Geburt Jesu und feiern sie als Menschwerdung Gottes. Die Adventszeit beginnt mit dem ersten Adventssonntag und endet am 24. Dezember, am Heiligen Abend. Die westliche christliche Adventszeit dauert 22 bis 28 Tage und hat immer vier Sonntage. Mit dem ersten Adventssonntag beginnt auch das neue Kirchenjahr.

Maria Empfängnis (lat. ‹immaculata conceptio›)

Ein eigenes kirchliches Fest Mariä Empfängnis, das der Erwählung Marias im Mutterleib gedenkt, lässt sich seit dem 9. Jahrhundert nachweisen. Heute heisst es ‹Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria› (8. Dezember). Die Unbefleckte Empfängnis ist ein römisch-katholisches Glaubensdogma, nach der die Gottesmutter Maria vor jedem Makel der Erbsünde bewahrt wurde. Damit habe Gott Maria vom ersten Augenblick ihres Lebens an vor der Sünde bewahrt, weil sie Mutter Gottes werden sollte.

Weihnachten

Weihnachten, auch ‹(Heiliges) Christfest› genannt, ist das Fest der Geburt Jesu Christi. Festtag ist der 25. Dezember, der ‹Christtag›, auch ‹Hochfest der Geburt des Herrn›, dessen Feierlichkeiten am Vorabend, am ‹Heiligabend› beginnen. Weihnachten ist mit Ostern und Pfingsten eines der drei Hauptfeste des Kirchenjahres. Der erste liturgische Höhepunkt der Weihnachtszeit ist die Mitternachtsmesse vom 24. Dezember. Die weihnachtliche Festzeit endet in der römisch-katholischen Kirche mit dem Fest ‹Taufe des Herrn›, das am Sonntag nach dem 6. Januar als ‹Erscheinung des Herrn› gefeiert wird.

Stephanstag

Der Stephanstag, auch ‹Stephani-Tag› und ‹Stephanus-Tag› genannt, wird seit dem 5. Jahrhundert am 26. Dezember in Erinnerung an das Martyrium des Heiligen Stephanus begangen.

Dreikönigstag

Hochfest in der katholischen Kirche ist der 6. Januar, der umgangssprachlich Dreikönigstag, auch ‹Dreikönig› genannt wird. In der Liturgie heißt dieses Fest ‹Erscheinung des Herrn›. Mit dem Begriff ‹Heilige Drei Könige› bezeichnet die katholische Tradition die in der Weihnachtsgeschichte des Matthäus-Evangeliums (Mt 2) erwähnten ‹Weisen aus dem Morgenland›. Im Neuen Testament werden sie nicht eingehender beschrieben. Bereits im frühen Christentum entstand jedoch eine umfangreiche Legendenbildung, aus der sich ihre Zahl, ihre Bezeichnung als Könige und ihre Namen (Kaspar, Melchior, Balthasar) herleiten.

Fastenzeit

Als Fastenzeit wird im Christentum der Zeitraum der sieben Wochen vor Ostern bezeichnet. Sie erinnert an das 40-tägige Fasten Jesu Christi zur Vorbereitung seines öffentlichen Wirkens. Ihr Beginn, der Aschermittwoch, stellt zugleich das Ende des Karnevals (Fasnacht) dar. Die Fastenzeit umfasst 46 Kalendertage und dauert bis Karsamstag, die sechs fastenfreien Sonntage (1. – 5. Fastensonntag und Palmsonntag) werden nicht mitgerechnet. Die Bezeichnung ‹Passionszeit› ist in den reformatorischen Kirchen gebräuchlich. Die im Christentum für Werktage gebotene Enthaltung von Fleischspeisen und von Tanzveranstaltungen wurde im 20. Jahrhundert merklich gelockert. Ansonsten wird Fasten in manchen Kirchen heutzutage umfassender als Verzicht auf Annehmlichkeiten verstanden. Im Christentum ist das Fasten in den verschiedenen Konfessionen in unterschiedlichem Maße üblich.

Aschermittwoch (lat. ‹Dies Cinerum›)

Der Aschermittwoch stellt im Christentum der Westkirche den Beginn des 40-tägigen Fastens dar und soll an die 40 Tage erinnern, die Jesus fastend und betend in der Wüste verbrachte (Mt 4,2). Die Bezeichnung Aschermittwoch kommt von dem Brauch, im Gottesdienst am Aschermittwoch die Asche vom Verbrennen der Palmzweige des Vorjahres zu segnen und die Gläubigen mit einem Kreuz aus dieser Asche zu bezeichnen. Der Spender spricht bei der Bezeichnung mit dem Aschenkreuz zu jedem einzelnen die Worte: „Bedenke Mensch, dass du Staub bist, und zum Staub zurückkehrst“. Die Bestreuung mit Asche als Zeichen der Buße findet sich bereits im Alten Testament.

Josefstag

Der Josefstag, auch ‹Joseftag› oder ‹Seppitag›, ist ein Hochfest der katholischen Kirche, das zu Ehren Josefs, des Ehemannes von Maria, am 19. März begangen wird. Dieser Festtag ist in bestimmten überwiegend katholisch bevölkerten Kantonen der Schweiz, so auch im Kanton Schwyz, ein gesetzlicher Feiertag. Josef oder Joseph ist ein häufiger Vorname unter Katholiken. In Gegenden, wo der Namenstag gefeiert wird, hat der Tag seine Bedeutung in Familien und Bekanntenkreisen. Josef ist nach seinem von der Bibel überlieferten Beruf als Zimmermann der Patron der Arbeiter, insbesondere der Handwerker, hier wiederum der Zimmerleute und Schreiner. Außerdem gilt er auch als Schutzpatron der Ehe.

Palmsonntag – Karwoche

Der Palmsonntag ist der sechste und letzte Sonntag der Fastenzeit und der Sonntag vor Ostern. Mit dem Palmsonntag beginnt die Karwoche, auch ‹Heilige Woche› genannt. Am Palmsonntag wird in der Liturgie das Evangelium von der Passion Christi aus einem der Evangelien gelesen. Zudem wird mit Palmweihe und -prozession das Gedächtnis des Einzugs Jesu Christi in Jerusalem gefeiert. Es erinnert daran, wie Jesus auf einem Esel in Jerusalem einzog und mit Palmwedeln und dem Ruf ‹Hosanna dem Sohne Davids!› als Messias gehuldigt wurde.

Gründonnerstag

Gründonnerstag, auch ‹Hoher, Heiliger› oder ‹Weißer Donnerstag› bzw. ‹Palmdonnerstag›, ist die deutschsprachige Bezeichnung für den fünften Tag der Karwoche bzw. der Heiligen Woche. An ihm gedenken die christlichen Kirchen des letzten Abendmahles Jesu mit den zwölf Aposteln am Vorabend seiner Kreuzigung.
Der Gründonnerstag ist der Tag vor dem Karfreitag und zählt zu den drei Kartagen im engeren Sinn. Mit der Vesper beginnt am Abend des Gründonnerstags die Feier der drei österlichen Tage: Karfreitag, Karsamstag und Ostersonntag. Als Gedächtnistag des ‹Letzten Abendmahls› und der damit verbundenen Einsetzung der Eucharistie durch Jesus Christus selbst kommt dem Gründonnerstag ein hoher Rang in der Liturgie zu.

Karfreitag (althochdeutsch ‹kara›, Klage, Kummer, Trauer)

Der Karfreitag ist der Freitag vor Ostern. Er folgt auf den Gründonnerstag und geht dem Karsamstag voraus. Der Karfreitag ist im Zusammenhang mit Ostern für die Christen einer der höchsten Feiertage und gilt in der römisch-katholischen Kirche als strenger Fast- und Abstinenztag. Man gedenkt des Todes Jesu Christi und erwartet die Feier seiner Auferstehung. Nach dem Glauben der Christenheit litt und starb Jesus als ‹Gottesknecht“ und nahm im Kreuzestod freiwillig die Erbsünde und Schuld aller Menschen auf sich. Durch Tod und Auferstehung Jesu wird allen Menschen erst Sündenvergebung und damit Errettung aus dem Tod und ewiges Leben ermöglicht.

Ostern (lat. ‹pascha›, von hebräisch ‹pessach›)

Ostern ist im Christentum die jährliche Gedächtnisfeier der Auferstehung Jesu Christi, welcher nach dem Neuen Testament als Sohn Gottes den Tod überwunden hat. Da die Heilsereignisse nach Auskunft der Bibel in eine Pessachwoche fielen, bestimmt der Termin dieses beweglichen jüdischen Hauptfestes auch das Osterdatum. Ostern fällt immer auf den Sonntag nach dem ersten Frühjahrsvollmond, im Gregorianischen Kalender also frühestens auf den 22. März und spätestens auf den 25. April. Mit dem Ostersonntag beginnt die ‹österliche Freudenzeit›, ‹Osterzeit›, die fünfzig Tage bis einschließlich Pfingsten dauert.

Weisser Sonntag (lat. ‹Dominica in albis›)

Der Weiße Sonntag, (auch ‹Klein-Ostertag› oder ‹Kleinostern› genannt, ist der Sonntag nach Ostern. Mit dem Weißen Sonntag endet die Osteroktav, jene acht Tage vom Ostersonntag an, die in der katholischen Kirche liturgisch alle als Hochfest begangen werden. Seit Jahrhunderten ist in der katholischen Kirche der Weiße Sonntag traditionell der Tag für die feierliche Erstkommunion der Kinder.

Auffahrt

Christi Himmelfahrt, in der Schweiz und Liechtenstein Auffahrt, bezeichnet im christlichen Glauben die Rückkehr Jesu Christi als Sohn Gottes zu seinem Vater in den Himmel. Christi Himmelfahrt wird am 40. Tag des Osterfestkreises, also 39 Tage nach dem Ostersonntag, gefeiert. Deshalb fällt das Fest immer auf einen Donnerstag. Der frühestmögliche Termin ist der 30. April, der spätestmögliche der 3. Juni. Das Fest Christi Himmelfahrt wird in der Liturgie der katholischen Kirche, der orthodoxen Kirche und der anglikanischen Kirche als Hochfest begangen.

Pfingsten (griechisch: ‹der fünfzigste Tag›)

Gefeiert wird von den Gläubigen an Pfingsten die Entsendung des Heiligen Geistes. Zugleich bildet dieses Fest der feierliche Abschluss der Osterzeit. Es wird am fünfzigsten Tag nach Ostern begangen. Auf welchen Tag Pfingsten fällt, hängt ganz vom Osterdatum ab. Gemäß antiker Praxis wird bei der Zählung der fünfzig Tage der Ostersonntag als erster Tag berücksichtigt. Damit fällt der Pfingstsonntag stets auf die Zeit zwischen dem 10. Mai und dem 13. Juni. Der Pfingstmontag wurde in einigen Ländern als zweiter Feiertag und Oktavtag der früheren Pfingstoktav beibehalten, zählt aber liturgisch eigentlich nicht mehr zur Osterzeit, sondern bereits zum Jahreskreis.

Fronleichnam

Das Fronleichnamsfest ist ein Hochfest im Kirchenjahr der katholischen Kirche, mit dem die leibliche Gegenwart Jesu Christi im Sakrament der Eucharistie gefeiert wird. In der Liturgie heißt das Fest ‹Hochfest des Leibes und Blutes Christi›. Der wichtigste Teil des Fronleichnamsfestes ist die Heilige Messe, deren liturgische Texte sich auf das Geheimnis der Eucharistie beziehen. Vielerorts wird diese Heilige Messe im Freien, etwa auf öffentlichen Plätzen, gefeiert. An die Heilige Messe schließt sich in der Regel die Prozession an, bei der die Gläubigen die vom Priester getragene Monstranz mit dem ‹Allerheiligsten›, einer konsekrierten Hostie, in einem Festzug unter Gesang zur Kirche begleiten. Die Monstranz wird dabei von einem ‹Himmel› genannten Stoffbaldachin beschirmt. Die Prozession schließt meist in einer abschliessenden Feier in der Pfarrkirche.

Maria Himmelfahrt (lat. ‹assumptio Beatae Mariae Virginis›)

Mariä Himmelfahrt, auch, ‹Mariä Aufnahme in den Himmel› ist ein Hochfest der römisch-katholischen Kirche und wird am 15. August gefeiert. Das Fest Maria Himmelfahrt geht auf ein Marienfest zurück, das Cyrill von Alexandrien im 5. Jahrhundert einführte. Der Glaube an die leibliche Aufnahme Mariens in den Himmel ist seit dem 6. Jahrhundert bezeugt und wurde 1950 von Papst Pius XII. in der Apostolischen Konstitution ‹Munificentissimus Deus› für die römisch-katholische Kirche zum Dogma erhoben. Über die Himmelfahrt Mariens wird zwar nicht direkt in der Bibel berichtet, jedoch werden einige Schriftstellen als Hinweise darauf gedeutet (vergleiche etwa Offb 12,1 und Krönung Mariens).

Bettag

Der Eidgenössische Dank-, Buss- und Bettag, kurz auch als Bettag bezeichnet) ist in der Schweiz ein staatlich angeordneter überkonfessioneller Feiertag, der von allen christlichen Kirchen und der Israelitischen Kultusgemeinde gefeiert wird. Er wird fast in der ganzen Schweiz jeweils am dritten Sonntag im September begangen. Seine besondere Bedeutung erhielt der Feiertag mit der Gründung des schweizerischen Bundesstaates im Jahre 1848. Seit dem zweiten vatikanischen Konzil wird der Bettag als ökumenisches Fest gefeiert, wobei sich besonders die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen dafür engagiert. An einigen Orten finden auch interreligiöse Feiern statt.

Allerheiligen (lat. ‹Festum Omnium Sanctorum›), Allerseelen

Allerheiligen ist ein christliches Fest, zu dem aller Heiligen gedacht wird – auch solcher, die nicht heiliggesprochen wurden – sowie der vielen Heiligen, um deren Heiligkeit niemand weiß als Gott. Im Lauf der ersten christlichen Jahrhunderte wurde es wegen der steigenden Zahl von Heiligen zunehmend unmöglich, jedes einzelnen Heiligen an einem besonderen Tag zu gedenken. Jährliche Gedenktage für Verstorbene – ob Märtyrer, Heilige oder einfache Gläubige – gab es bereits im antiken Christentum. Am Tag nach Allerheiligen begeht die römisch-katholische Kirche den Allerseelentag, an dem der Armen Seelen im Fegefeuer gedacht wird. Vielerorts wird die damit verbundene Gräbersegnung bereits am Nachmittag von Allerheiligen vorgenommen. Dazu gehört auch der Brauch, die Gräber mit Blumen und Lichtern zu schmücken.

Kirchweihfest

Die Kirchweih bzw. das Kirchweihfest wird seit dem Mittelalter als religiöses Fest anlässlich der Weihe einer christlichen Kirche gefeiert. Sie hat den Rang eines Hochfests. Oft wird die Feier des Jahrestages auf den Namenstag des gewählten Schutzheiligen der Kirche gelegt.

Patron der Pfarrkirche

Der heilige Leonhard, zunächst Schutzpatron der Gefangenen wird auch als ‹Kettenheiliger› bezeichnet. Besondere Verehrung wurde ihm ab dem 11. Jahrhundert in Altbayern zuteil, wo er sogar als Nothelfer angesehen wurde, dort allerdings vor allem als Patron und Fürsprecher für das Vieh, insbesondere für die Pferde. Der Volksmund verlieh dem ‹Pferdepatron› die Beinamen ‹bayerischer Herrgott› oder ‹Bauernherrgott›. Der Heilige Leonhard wird von Bauern, Stallknechten, Fuhrmannsleuten, Schmieden und Schlossern, sowie Obsthändlern und Bergleuten angerufen. Er gilt auch als Helfer von Wöchnerinnen, bei Kopfschmerzen sowie Geistes- und Geschlechtskrankheiten. Gefeiert wird die Kirchweih (im Volksmund ‹Ingenbohler Chilbi› genannt) am ersten Sonntag im November. Der eigentliche Namenstag von Leonhard von Limoges ist der 6. November.